Leistungsangebot

Unsere HNO Praxis verfügt über eine moderne Ausstattung für eine zielgerichtete Diagnostik und Behandlung des gesamten Spektrums an Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohrenbereich. Durch die Videoendoskopie könne wir alle verborgenen Körperhöhlen (Ohren, Naseninneres, Mundhöhle, Kehlkopf) mit einer ca. 50-fachen Vergrößerung genau beurteilen und auf einem Monitor die Befunde zeigen besprechen: eine bahnbrechende Entwicklung in der gezielten Tumordiagnostik im Kopf-Hals-Bereich. Unser Ultraschallgerät ermöglicht uns zudem eine hoch aufgelöste Diagnostik und Kontrolle der Halsweichteile ohne Strahlungsbelastung.
 

 

Nasennebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung, Erkältungserkrankungen

Als Ihre HNO-Praxis sind wir die spezialisierten Experten für alle Erkrankungen der oberen Atemwege und Sinnesorgane. Unsere diagnostischen Möglichkeiten geben uns die Möglichkeit, in die Höhlen des Kopfes hineinzuschauen und so die Ursach der Beschwerden zu finden. Durch den Einsatz moderner Verfahren wie Endoskopien oder Ultraschall untersuchen wir den komplexen Kopf-Hals-Bereich präzise. So leiten wir gezielte Therapien ein, die eine Chronifizierung von Infekten oder bleibende Folgeschäden von Anfang an verhindern.
Bei Infekten, die sich über viele Wochen ziehen, versuchen wir, über Abstriche die Erreger zu finden und einen gezielte (Antibiotika)-Therapie einzuleiten. 

Nebenhöhlenenzündung/Sinusitis

Neben einer unmittelbaren symptomatischen Entlastung – etwa durch professionelles Absaugen oder die Applikation topischer Therapeutika – steht für uns die Ursachenforschung im Vordergrund. Wir untersuchen die anatomischen Gegebenheiten mittels Endoskop auf Engstellen wie Nasenmuschelvergrößerung, Nasenpolypen (Polyposis nasi) oder septumdeviationsbedingte (“krumme Nasenscheidewand”) Ventilationsstörungen. 
Die Nebenhöhlen können mittels Ultraschall ohne Strahlenbelastung untersucht werden. 
Durch die Abgrenzung allergischer von infektiösen Ursachen besprechen wir mit Ihnen ein maßgeschneidertes Therapiekonzept. 

Mittelohrentzündung/Otitis media

Bei einer akuten Mittelohrentzündung einen schnelle und gezielte Therapie gefragt um Schäden abzuwenden, die möglicherweise zu einem bestehenden Hörverlust führen können. 
Neben der Ohrmikroskopie prüfen wir mittels Tonschwellen- und Sprachaudiometrie sowie Tympanometrie  das Ausmaß einer Hörminderung. Bei viralen Entzündungen und einer Entzüdnung der Hörschnecke führen wir eine Parazentese / Paukenröhrchen durch.

Evidenzbasierte Therapie bei respiratorischen Infekten

Selbst scheinbar banale Infekte der oberen Atemwege bedürfen bei längerem Verlauf einer fachärztlichen Beurteilung. Wir differenzieren klinisch und laborchemisch zwischen viralen Infektionen, bakteriellen Superinfektionen und respiratorischen Allergien. Diese stringente Diagnostik verhindert eine unkritische Antibiotikaexposition (Antibiotic Stewardship) und ermöglicht den gezielten Einsatz von Antibiotika, Phytotherapeutika, Sekretlösern oder Immunmodulatoren. Durch dieses präventive Management verhindern wir den Etagenwechsel des Infekts auf die Lunge und eine Chronifizierung des Infektion. 

Klinische Diagnosestellung,  serologische Diagnostik, Therapieeinleitung aller bekannten akuten und chronischen Infektionserkrankungen im HNO Bereich (Streptokokken (“Scharlach”), Influenza, Epstein-Barr Virus/Mononukleose, Covid-19, Cytomegalie, RSV etc. ). 

MRSA Abstrich im Rahmen der MRSA Sanierung.

Schnelltests sind in aller Regel Selbstzahlerleistungen. Davon ausgenommen ist der Streptokokken Schnelltest für <16-jährige. 

 

In unserer Praxis führen wir ein komplette audiometrische Untersuchung (Ton- und Sprachaudiometrie und Tinnitusbestimmung, Tympanometrie, Otoakustische Emissionen, BERA) zur Abklärung eines Tinnitus oder Hörsturzes durch. Neben der Akutbehandlung mit pflanzlichen Medikamenten steht uns eine Kortisontherapie in Tablettenform zur Verfügung. Wir richten uns nach der aktuellen Therapieempfehlung der Deutsche Gesellschaft für HNO-Heilkunde, die sich an der HODOCORT Studie orientiert. Eine aktuelle Leitlinie liegt aktuell nicht vor. 

Patienten, die kein Kortison oral einnehmen können, können hochdosiertes Kortison hinter das Trommelfell appliziert bekommen. Die sogenannte intratympanale Cortisontherapie / intratympanale Kortisontherapie (ITC) stellt auch eine Reservetherapie für Patienten dar, deren Hörvermögen sich nicht durch die orale oder intravenöse Kortisongabe verbessert hat. Eine weitere Indikation ist die Behandlung von M. Menière.

Infomationsschreiben zur Hörsturztherapie der Deutsche Gesellschaft für HNO-Heilkunde und Publikations “Die HODOKORT-Studie und aktuelle Aspekte der Hörsturztherapie mit Glukokortikoiden; HNO 2024 72:389-392”


In unserer HNO Praxis behandeln wir unsere Patienten mit Hörsturz nach einem gestuften therapeutischen Vorgehen auf Grundlage der aktuellen Evidenzlage:

  • Hörverlust gering bis moderat (bis 50 dB in den am meisten betroenen Frequenzen)Orale Prednisolon-Therapie nach HODOKORT über 10 Tage. Alternativ, bei Kontraindikationen: Intratympanale Cortison-Injektionen (ITC) 3-5x innerhalb von 2 Wochen
  • Hörverlust moderat bis schwer (ca. ≥ 50 dB in den 3 am meisten betroenenFrequenzen): Beginn der oralen
    Prednisolontherapie, wenn keine Besserung: „Rettungs-Therapie“ (Daten liegen bis 7 Wochen nach Hörsturz vor) mit intratympanaler Cortison-Injektionen (ITC) 3-5x alle 3-5 Tage.
  • Nicht mehr messbare Hörschwelle(± Schwindel):
    Klinikeinweisung zur 
    Cortison Therapie und Tympanoskopie.

Bitte beachten: Die Intratympanale Cortisontherapie (ITC) ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Privatversicherung/Beihilfe erstatten in aller Regel die Kosten (Stand 06/2026). 

Ein zentraler Schwerpunkt unserer Praxis liegt in der hochpräzisen Diagnostik und Therapie des auditiven Systems. Ob im Rahmen einer akuten Otitis media, bei Tinnitus oder fortschreitendem Hörverlust – wir nutzen ein vollumfängliches Spektrum moderner subjektiver und objektiver Messverfahren, um die Funktion Ihres Gehörs und der neuralen Hörbahnen lückenlos zu analysieren. So können wir Sie beraten, wenn es um Hörgeräte oder auch hörverbessernde Operationen geht. 

Hörtest mit Ton- und Sprachverständnis: 

Mittels differenzierter Tonaudiometrie und Sprachaudiometrie ermitteln wir nicht nur Ihre absolute Hörschwelle, sondern auch das komplexe Sprachverstehen in Ruhe und unter Störgeräusch. Dies ermöglicht uns die exakte Unterscheidung zwischen Schallleitungs- und Schallempfindungsstörungen. Basierend auf diesen Ergebnissen können wir Sie bezüglich einer möglichen Hörgerätversorgung beraten. 

Objektive Funktionsanalysen des Mittel- und Innenohrs: 

Durch die Impedanzaudiometrie – bestehend aus Tympanometrie und der Messung der Stapediusreflexe – beurteilen wir schmerzfrei die mechanische Schwingungsfähigkeit Ihres Trommelfells sowie die Intaktheit der neuronalen Reflexwege im Hirnstamm.

Erweiterte elektrophysiologische Diagnostik: 

Mit der Messung der OAE (Otoakustische Emissionen) überprüfen wir die mikromechanische Funktion der äußeren Haarzellen in der Cochlea. Durch unsere Audiometristin Frau Plappert haben wir die Möglichkeit, eine BERA (Hirnstammaudiometrie) auf exzellentem Niveau durchzuführen. Dies Untersuchung erlaubt uns eine völlig objektive, vom Patienten unabhängige Schwellenbestimmung des Hörvermögens sowie die neurologische Funktionsprüfung der retrokochleären Hörbahn bis zum Gehirn. Damit können Rückschlüsse auf mögliche Veränderungen des Hörnervs gezogen werden und Akustikusneurinome diagnostiziert werden. 

Ein wesentlicher Meilenstein unserer modernen audiologischen Diagnostik ist die molekulargenetische Abklärung von Hörstörungen. Mehr als die Hälfte aller angeborenen (kongenitalen) oder im Kindes- und Jugendalter fortschreitenden (progredienten) Hörverluste basiert auf genetischen Veränderungen. Durch eine enge Kooperation mit einem spezialisierten humangenetischen Fachlabor bieten wir Ihnen die Möglichkeit einer präzisen molekularbiologischen Ursachenforschung bei Verdacht auf eine genetische Hörstörung.

  • Exakte ätiologische Zuordnung: Mittels modernster Sequenzierungsverfahren (wie dem Next-Generation-Sequencing, NGS) können spezifische Genmutationen (z. B. im GJB2-Gen für Connexin 26) identifiziert werden. Diese Differenzierung erlaubt es, präzise zwischen isolierten (nicht-syndromalen) und komplexen (syndromalen) Hörstörungen zu unterscheiden.  

Link zur Bisocientia Website zu Genetische Hörstörungen


Wir führen die Diagnostik und Therapie für die verschiedenen Schwindelformen nach den Leitlinien der Fachgesellschaften der Neurologie und Hals- Nasen- Ohrenheilkunde durch:

  • Benigner peripherer paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPLS)
  • Neuritis vestibularis
  • Bilaterale Vestibulopathie
  • Vestibularisparoxysmie
  • Morbus Menière
  • Vestibuläre Migräne
  • Somatoformer Schwindel
  • Phobischer Schwankschwindel

Bei jedem Schwindel sollte zuerst eine ausführliche Anamnese erhoben werden vor der speziellen Untersuchung des Schwindels. Anleitungen im Internet zur Behebung von Gleichgewichtsstörungen mit speziellen Übungen sollten nicht ohne eine vorherige ärztliche Diagnose angewandt werden. Beim gutartigen Lagerungsschwindel gibt es beispielsweise verschiedene Bogengänge im Gleichgewichtsorgan, die betroffen sein können und entsprechend unterschiedlich behandelt werden müssen. Von der richtigen Diagnostik hängt entscheidend der Erfolg der Therapie ab, um chronischen Schwindel zu vermeiden.

Die freiverkäuflichen Medikamente gegen Schwindel, wie beispielsweise Vertigo Vomex, unterdrücken die Gleichgewichtsreaktion so stark, dass für mehrere Tage keine aussagekräftigen Untersuchungen mehr möglich sind.

Quelle:
Leitlinien für Diagnostik und Therapie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
https://www.dgn.org/images/red_leitlinien/LL_2012/pdf/ll_48_2012_schwindel_-_diagnose.pdf

Stimmstörungen und Behandlung von Patienten mit professionellem Stimmgebrauch

Sie sind länger als drei Wochen heiser? Sie benötigen Ihre Stimme für Ihren Beruf und haben immer wieder Probleme damit? Dann sollten Sie bei uns eine Lupenlaryngoskopie zur weiteren Abklärung durchführen. Insbesondere Patienten mit stimmintensiven Berufen, wie Lehrer, Erzieher, Sänger, Schauspieler oder auch Mitarbeiter im Call-Center empfehlen wir eine frühzeitige Diagnostik bei Stimmstörungen um langfristigen Schäden vorzubeugen. Wichtigste und häufigste Ursachen der akuten Heiserkeit ist die akute Laryngitis, eine Kehlkopfentzündung. Auslöser für eine anhaltende Heiserkeit sind entweder funktionell, etwa durch ein falsche Stimmtechnik oder durch eine organische Ursache:
  • Stimmlippenpolypen oder Stimmlippenknötchen
  • bösartige Veränderungen der Stimmlippen (Kehlkopfkrebs)
  • Stimmlippenödem („Reinke Ödem“ häufig bei Rauchern)
  • Lähmungen der Stimmlippen (z.B. nach Schilddrüsenoperationen, jedoch auch als Folge von Schilddrüsen-, Lungen- oder Mammakarzinom)
  • Stimmlippen-Papillome (Warzen)
  • Stimmlippenpolypen
Die Diagnostik erfolgt mittels modernster Methoden der Kehlkopfdarstellung und der Stimmdiagnostik. Mit einem Videoendoskop werden die Stimmbänder und ihre Bewegung aufgezeichnet. Mit dieser modernen Technik können Störungen dargestellt werden, die mit dem bloßen Auge unentdeckt geblieben wären. Die Bilddokumentation können Sie selbstverständlich mit nach Hause nehmen, Ihrem überweisenden Arzt oder Logopäden werden die Befunde auf Wunsch übermittelt. Behandelt wird häufig zunächst konservativ, vor allem mit Stimmübungsbehandlungen bei einer Logopädin. Einige Befunde können jedoch nur mit einer Operation beseitigt werden.

Welche Organe im HNO Bereich können wir mit dem Ultraschall untersucht?
Die Hals-Nasen-Ohren-Region kann durch die Sonographie von geübter Hand und mit modernem Equipment exzellent untersuchen und beurteilt werden, da viele Organe sehr oberflächlich liegen und nicht durch knöcherne Strukturen verdeckt werden. In unserer Praxis führen wir Ultraschalluntersuchungen folgender Organe im Hals-Nasen-Ohren Bereich durch:

  • Halsweichteile (Lymphknoten, Fettgewebe und Muskeln des Halses)
  • Nasennebenhöhlen
  • Speicheldrüsen (Ohrspeicheldrüse (Glandula Parotis), Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis), Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis)).
  • Schilddrüse
  • Gesicht und Nackenbereich

Ein Vorteil gegenüber anderen bildgebenden Verfahren wie CT oder MRT liegt in der hohen Auflösung des Ultraschalls, wodurch selbst Strukturen von einer Größenordnung < 5 mm gut beurteilt werden können. Aufgrund der schnellen Durchführbarkeit und der fehlenden Strahlenbelastung kann der Ultraschall beliebig häufig am Patienten durchgeführt werden.
Die Untersuchung ist komplett schmerzfrei. Dabei können die allermeisten entzündungsbedingten Veränderungen wie Lymphknotenvergrößerungen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Speicheldrüsensteine oder -entzündungen erkannt werden. Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreise wie Morbus Sjögren oder IgG4 assoziierte Erkrankungen (Mikulicz-Syndrom, Küttner Tumor) können Veränderungen in den Speicheldrüsen verursachen, die sehr gut durch eine Ultraschalluntersuchung beurteilt werden können. Zudem eignet sich die Sonographie besonders zur klinischen Beurteilung und Nachuntersuchung von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren (gutartig oder bösartig) und Schilddrüsenknoten.
Im Rahmen der Krebsvorsorge führen wir unter anderem eine Ultraschalluntersuchung der Halsweichteile, der Schilddrüse und der Speicheldrüsen durch.

Polygraphie, CPAP-Kontrolle

Schnarchen ist sehr häufig und nimmt mit steigenden Alter zu: Es entsteht durch Vibrationen von Weichteilstrukturen der oberen Atemwege wie z.B. dem Gaumensegel. In vielen Fällen ist Schnarchen ungefährlich, jedoch störend. Nicht umsonst suchen Schnarcher häufig nicht aus eigenem Antrieb, sondern auf Bitten ihres Partners eine Hals-Nasen-Ohren-Praxis auf.
Wann wird schnarchen gefährlich? Davon abzugrenzen sind obstruktive schlafbezogene Atemstörungen (OSAS, Schlafapnoe), bei denen es wiederholt durch einen Kollaps der Atemwege zu einer Blockade der normalen Atmung und in der Folge zu einer verminderten Sauerstoffzufuhr kommt. Diese Atempausen, Apnoe, werden auch häufig zuerst vom Partner entdeckt. Die Folge der obstruktiven Schlafapnoe sind neben Müdigkeit, Tagesschläfrigkeit und Konzentrationsproblemen auch ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck sowie bei Männern für Potenzstörungen. Weiterhin erhöhen die nächtlichen Atemaussetzer das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Schätzungen zu Folge sind etwa 4% der Bevölkerung von einer Schlafapnoe betroffen. Risikofaktoren sind dabei Übergewicht, Alter und das männliche Geschlecht.

Welche Untersuchungen stehen zur Verfügung?
Sollte eine Behandlung des Schnarchens gewünscht werden oder Verdacht auf eine schlafbezogene Atemstörung bestehen, wird eine ambulante Untersuchung des Schlafes (Polygraphie) durchgeführt. Hierzu erhalten Sie in der Praxis ein Polygraphiegerät, nehmen es über Nacht mit nach Hause und bringen es am nächsten Morgen zur Auswertung wieder in die Praxis.
Eine obstruktive Schlafapnoe kann je nach Schweregrad mit einer Maske (CPAP) oder Unterkieferschiene (UPS) behandelt werden. In Ausnahmefällen gibt es auch Indikationen zur Operation. Wir beraten Sie gerne!

Unsere generelle Empfehlung:

  • Reduktion des Körpergewichts
  • Vermeidung von Alkohol am Abend
  • Einhaltung regelmäßiger Schlafzeiten.

Zum Thema Schlaf empfehlen wir die Lektüre: Das große Buch vom Schlaf: Die enorme Bedeutung des Schlafs – Beste Vorbeugung gegen Alzheimer, Krebs, Herzinfarkt und vieles mehr Broschiert von Prof. Dr. med. Matthew Walker

Zur Abklärung einer Allergie, sind zunächst Ihre Angaben, wann und wo die Beschwerden auftreten, von großer Bedeutung. Viele Allergien können bereits durch den einfachen Hauttest (Pricktest) festgestellt werden. Auf der Beugeseite des Unterarms werden hierzu die entsprechenden Allergielösungen aufgetragen und die Haut darunter minimal geritzt. Wir führen den Test bei Kindern ab 12 Jahren durch. Nach ca. 30 Minuten kann anhand der entstandenen Hautreaktion (Quaddelbildung) das Ergebnis des Allergietestes ausgewertet werden. Ergänzend werden auch Blutuntersuchungen (RAST, insbesondere geeignet für Kinder unter 12 Jahren. ) durchgeführt und im Einzelfall Provokationstestungen. Die Behandlung erfolgt in erster Linie durch eine Vermeidung des betreffenden Allergens. Bei Heuschnupfen oder Hausstaubmilbenallergie kann eine individuell angepasste medikamentöse Therapie oder auch eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung), die den Körper gegenüber den Allergenen unempfindlicher macht, durchgeführt werden.
Wir führen unter anderem auch die Hyposensibilisierungsbehandlung ohne Spritzen mit sublingualer Tropfenbehandlung zur Behandlung von Heuschnupfen und Haustaubmilbenallergie durch.

Unsere Praxis beteiligt sich an der Initiative des Deutschen Berufsverbandes der HNO-Ärzte zur Früherkennung von Kehlkopfkrebs. Die Vorsorgeuntersuchung umfasst die Untersuchung von Mundhöhle, Nase, Rachen und Kehlkopf sowie eine Ultraschall-Untersuchung der Halsweichteile (z.B. vergrößerte Lymphknoten), der Speicheldrüsen und der Schilddrüse.

Bei wem sollte jährlich die Vorsorge durchgeführt werden?

  • Raucher ab dem 40. Lebensjahr
  • Bei regelmäßigen Alkoholgenuss
  • Bei Sodbrennen und Verdacht auf Barrett-Syndrom (Schleimhautveränderungen in der Speiseröhre)
  • Bei Heiserkeit und wiederholten Kehlkopfentzündungen

Wir empfehlen die Vorsorgeuntersuchung:

  • weil chronische Entzündungen, aber auch beginnende Tumore meistens keine Schmerzen verursachen und deshalb häufig erst spät erkannt werden
  • weil die Zahl an bösartigen Erkrankungen im HNO-Bereich seit Jahren zunimmt
  • nur durch eine HNO-ärztliche Untersuchung der Kehlkopf untersucht werden kann
  • diese Untersuchung nicht belastet und einfach durchzuführen ist

Die Vorsorgeuntersuchung im HNO-Gebiet wird von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen. Patienten mit Beschwerden, anhaltender Heiserkeit oder Tumorpatienten werden selbstverständlich zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung untersucht.

„Böse Tumoren des Kehlkopfes (Larynxkarzinom) verursachen – wie so viele Krebsarten – im Frühstadium keine Beschwerden und werden deswegen oft zu spät erkannt. Der HNO-Arzt kann mit einer schmerzfreien optischen Untersuchung (Stroboskopie) des Kehlkopfes bzw. der Stimmbänder Krebs in der Frühphase feststellen oder sogar schon vorher Veränderungen erkennen, die zur Entwicklung von Kehlkopfkrebs führen können. Je früher Kehlkopfkrebs bzw. seine Vorstufen behandelt werden, desto höher sind die Heilungschancen bzw. die Chance, dass der Krebs sich gar nicht erst entwickelt. Raucher, die zu den Hochrisiko-Patienten für Kehlkopfkrebs gehören, sollten sich daher regelmäßig von ihrem HNO-Arzt untersuchen lassen. Eine jährliche Kontrolle ist für Raucher ab 40 Jahren ratsam.
In Deutschland erkranken jährlich etwa 3.000 Männer und 500 Frauen neu an Kehlkopfkrebs. Zu den Hauptrisikofaktoren zählt neben dem Rauchen Alkohol. Aber auch eine chronische Infektion mit Humane Papillom-Viren, kurz HPV, kann bei der Entstehung von Kehlkopfkrebs eine Rolle spielen“ (Quellen: www.hno-aerzte-im -netz.de, Bundesministerium für Gesundheit, Dt. Krebshilfe, Robert Koch-Institut (RKI) & Zentrum für Krebsregisterdaten)

Die Anatomie und Pathophysiologie des kindlichen Kopf-Hals-Bereichs erfordern ein hochspezialisiertes, auf die Entwicklungsphasen abgestimmtes Vorgehen. 
Ein Schwerpunkt unserer Praxis liegt in der konservativen (nicht-operativen) Kinder-HNO. Ob rezidivierende Paukenergüsse, kindliche Hörstörungen, chronische Adenoide („Polypen“) oder Infekte der oberen Atemwege – unser Ziel ist es, durch frühzeitige, evidenzbasierte Therapien operative Eingriffe nach Möglichkeit zu vermeiden. Mit modernsten, schmerzfreien Untersuchungsmethoden wie Ultraschalluntersuchungen und fundierter Entwicklungsdiagnostik begleiten wir Ihr Kind auf dem Weg des gesunden Aufwachsens. 
Wir wissen aus unserer eignen Erfahrung als Eltern, dass ein Arztbesuch für Kinder oft eine grosse Herausforderung darstellt. Deshalb begegnen wir unseren kleinen Patienten auf Augenhöhe und einer Prise Leichtigkeit.

Ambulante Laserbehandlungen (jeden Mittwoch in der Evangelischen Elisabeth Klinik Berlin- Johannes Stift Diakonie)

  • Nasenatmungsbehinderung:
    • Nasenmuschelverkleinerung
    • Polyposis nasi (Nasenpolypen)
  • Papillomabtragung
  • Behandlung von chronischen Nasenbluten u.a. bei M. Osler
  • Dermatologische Laserbehandlung im Gesichts- und Halsbereich von gutartigen Hautveränderungen und Hauterkrankungen wie z. B.: Angiome / Blutschwämmchen, Rosacea und Rhinophym der Nase, Besenreiser / erweiterte Äderchen, Warzen, Fibrome, Altersflecken, Xanthelasmen (Fetteinlagerungen)

Stationäre Behandlungen

  • Operationen am Kehlkopf
    (Stimmlippenpolyp, Stimmlippenknötchen, Einblutung und Gefäßbildung auf den Stimmlippen, Larynxpapillomatose, unklare Veränderungen auf den Stimmbändern mit Probeentnahme u.a.)

Die Operationen werden im Zentrum Lasermedizin in der Elisabethklinik, Lützowstr. 26 in Berlin Schöneberg durchgeführt. https://www.pgdiakonie.de/evangelische-elisabeth-klinik/abteilungen/zentrum-lasermedizin

Hilfe bei Zähneknirschen: Botulinumtoxin-Injektionen bei therapierefraktärem Bruxismus

Leiden Sie unter den Folgen von chronischem Zähneknirschen oder Kieferpressen (Bruxismus)? Wenn konventionelle Maßnahmen wie Aufbissschienen, Physiotherapie oder Hypnose Ihnen keine ausreichende Erleichterung verschaffen, bieten wir Ihnen in unserer Praxis eine hocheffektive, wissenschaftlich fundierte Therapieoption: die gezielte intramuskuläre Injektion von Botulinumtoxin Typ A.
  • Präzise Entspannung Ihrer Kaumuskulatur: Mittels minimalinvasiver Injektionen in den primären Kaumuskel (Musculus masseter) und bei Bedarf in den Schläfenmuskel (Musculus temporalis) blockieren wir temporär die überschüssige neuromuskuläre Signalübertragung. Dies reduziert die unbewusste, nächtliche Muskelhyperaktivität und nimmt den enormen Druck von Ihrem Kausystem. Ihre normale Kaufunktion und das Sprechvermögen bleiben dabei vollkommen unbeeinträchtigt.
  • Kontrollierte Infektion unter Ultraschallkontrolle (“Sonoguide”): Um Ihnen ein Höchstmaß an Sicherheit und Effizienz zu garantieren, führen wir die Botulinumtoxin-Injektionen in unserer Praxis standardmäßig unter hochauflösender Ultraschallkontrolle durch. Mittels dieser sonographischen Echtzeit-Visualisierung können wir die genaue Tiefe, den exakten Faserverlauf und die individuelle Dicke Ihrer Kaumuskulatur millimetergenau darstellen. Dies ermöglicht eine streng lokalisierte Deponierung des Wirkstoffs exakt im hyperaktiven Muskelzentrum. Gleichzeitig werden anatomische Nachbarstrukturen, wie die Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis) oder wichtige Gefäße und Nerven (Nervus facialis, Gesichtsnerv), geschont. Diese ultraschallgestützte Präzision minimiert Diffusionsrisiken und optimiert den therapeutischen Effekt der Infektion.
  • Nachhaltiger Schutz für Zähne und Gelenke: Durch die kontrollierte Kraftherabsetzung mindern wir nicht nur den destruktiven Zahnabrieb, sondern entlasten auch Ihre Kiefergelenke nachhaltig. In der Folge reduzieren sich myofasziale Schmerzen, chronische Spannungskopfschmerzen sowie sekundäre Verspannungen im Bereich Ihrer Halswirbelsäule signifikant.
  • Effektive Wirkung und langfristige Entlastung: Die entspannende Wirkung setzt meist nach wenigen Tagen ein und erreicht nach etwa zwei Wochen ihr Maximum. Der Effekt hält typischerweise drei bis sechs Monate an. Bei regelmäßiger Anwendung passt sich der Muskel an (adaptive Remodellierung), sodass die Behandlungsintervalle im Verlauf oft deutlich verlängert werden können.
Bitte beachten Sie, dass die Anwendung von Botulinumtoxin bei dieser Indikation in Deutschland im Rahmen eines medizinisch bewährten Off-Label-Use erfolgt. Die Vergütung wird daher in der Regel als Selbstzahler- oder Privatleistung abgerechnet.